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Der Letzte Mohikaner

(Unkas, der Mohikaner)

Nach einer Lederstrumpf-Erzählung von James Fenimore Cooper.

Regie: Harald Reinl
Drehbuch: Joachim Bartsch
Kamera: Ernst Kalinke
Bauten: Hans Albert
Musik: Peter Thomas
Kostüme: Irma Pauli
Schnitt: Hermann Haller
Regie-Assistenz: Charlie Wakefiled
Kamera-Assistenz: Nicky Stenzel
Produktionsleitung: Franz Thierry
Gesamtleitung: Dr. Alfons Carcasona

PersonenDarsteller
HaywardJoachim Fuchsberger
CoraKarin Dor
Oberst MunroeCarl Lange
FalkenaugeAnthony Steffens
KochKurt Großkurth
AliceMarie France
RogerStelio Gandelli
MaguaRicardo Rodriguez
UnkasDan Martin

und andere

Die Handlung

Kurz vor Sonnenaufgang fallen Irokesen zusammen mit einer Bande von Weißen über das Lager der Mohikaner her und metzeln alles nieder. Magua, der Anführer der Irokesen, triumphiert und feiert seinen Sieg mit Feuerwasser - sehr gegen den Willen des Anführers der Desperados, Roger, der auf Erfüllung des Versprechens besteht, ihm und seinen Leuten beim Überfall auf den Geldtransport für Fort Westerhill beizustehen.

Der Häuptling der Mohikaner, Chingachcook, ist schwer verwundet, entkommt aber und schlägt sich durch bis zu seinem Sohn Unkas, der mit Falkenauge, dem berühmten Waldläufer, in den Wäldern jagt. Dem sterbenden Vater schwört Unkas, Rache an Magua zu nehmen, damit die Seelen der Ermordeten in die Ewigen Jagdgründe eingehen können.

Beim Überqueren einer Furt wird der Geldtransport von Rogers Bande und den Irokesen angegriffen, doch gelingt den Soldaten der Rückzug zur nahegelegenen Munroe-Farm. Oberst Munroe, ein Haudegen von altem Schrot und Korn, leistet ihnen Hilfe bei der Verteidigung. Trotz aller Erpressungsversuche und Drohungen muss Roger mit seiner Bande unverrichteter Dinge abziehen.

Dennoch ist Oberst Munroe in Sorge: außerhalb der befestigten Farm sind seine Töchter Cora und Alice unterwegs. Ein Trost, dass sie unter dem Schutz von Hauptmann Hayward stehen, dessen Kommando von vierzig Mann die Brücke über einer Felsenschlucht repariert.

Hauptmann Hayward kann nicht wissen, dass Roger vor Munroes Farm einen Boten abgefangen hat, der Munroe über die verspätete Ankunft seiner Töchter informieren sollte. Roger nutzt die Gelegenheit, Magua loszuschicken, um die beiden Mädchen in seine Gewalt zu bekommen.

Tagelang reiten Falkenauge und Unkas auf Maguas Spur - vorerst ohne Erfolg.... Bei Hauptmann Hayward gibt sich Magua als Munroes Bote aus, mit dem Auftrag, das ganze Kommando auf sicheren Wegen zur Farm zu führen. Hayward ist misstrauisch; doch weil in der Nacht die eben reparierte Brücke durch unbekannte Täter in Brand gesteckt wird, bleibt ihm nichts weiter übrig, als sich und seine Leute der Führung des Indianers anzuvertrauen. Auf entlegenen Gebirgspfaden kommen sie nur langsam vorwärts. In der Schlucht der schwarzen Geier lauern Indianer hinter den Felsen. Hayward erkennt die Gefahr zu spät. Als die Rothäute angreifen, sind seine Leute dem Feind hoffnungslos unterlegen. Doch da tauchen endlich Falkenauge und Unkas auf. Als Magua die Situation erkennt, überwältigt er Cora und ergreift mit ihr die Flucht. Unkas verfolgt ihn. Auf der Höhe eines Felsgipfels stehen sie dann Auge in Auge. Aber um Coras Leben zu retten, muss Unkas seinen Todfeind entkommen lassen.

Da die Irokesen alle Pferde an sich gebracht haben, wagen Falkenauge, Unkas und Hayward ein Täuschungsmanöver, das dem Hauptmann den Ehrennamen Härter als Eisen einträgt. Die gestohlenen Tiere werden zurückerobert. Die Munroe-Farm finden sie in Äußerster Bedrängnis vor: der Widerstand des Oberst und seiner Männer droht unter Gewehrsalven und Brandpfeilen der Angreifer zusammenzubrechen. Mit einer verwegenen Attacke gelingt es Falkenauge, die Belagerer von der Farm wegzulocken, und so kann Hayward seine Leute in den Schutz der Palisaden bringen. Überglücklich schließt Munroe seine beiden Töchter in die Arme.

Roger tobt wor Wut, als er feststellt, dass er überlistet wurde, und fasst einen neuen Plan: Er will den über der Munroe-Farm aufragenden Felsen in die Luft jagen. Unkas durchschaut als erster diese teuflische Absicht. Auf sein Betreiben hin wird ein Sicherheitsstollen in den Fels hinein getrieben. Angreifer und Verteidiger arbeiten fieberhaft. Mitten in diesem Wettrennen um die Zeit ergreift Falkenauge die Initiative. Ohne seine Absicht zu verraten, schwingt er sich aufs Pferd und reitet davon.

Am nächsten Morgen erfolgt die Explosion. Eine Steinlawine donnert über Farmhäuser und Palisaden hinweg. Rogers Bande und die Irokesen stürmen heran. Da aber ertönt ein Trompetensignal. Mit Falkenauge kommen die Soldaten von Fort Westerhill herangesprengt. Nach erbittertem Gefecht wenden sich die Irokesen und Desperados zur Flucht. Roger bricht im Kugelhagel zusammen. Noch einmal gelingt es Magua, Cora zu entführen. Aber wieder ist ihm Unkas auf den Fersen.

Im rituell geführten Zweikampf stehen sich die Todfeinde gegenüber. Das Schicksal soll entscheiden. Unkas rettet die Frau, die er liebt, besiegt Magua und fällt doch noch dessen Hinterlist zum Opfer. Der Tod seiner Stammesbrüder aber ist gerächt. Der Weg in die Ewigen Jagdgründe ist für die Mohikaner frei.